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VLSM

VLSM-Subnetting

Teile ein Basisnetz in mehrere Unternetze unterschiedlicher Größe. VLSM (Variable Length Subnet Masking) allokiert die Subnetze nach absteigender Host-Anzahl — die größten zuerst, damit möglichst wenig Adressraum verschwendet wird. Ideal für Campus- oder Firmennetzwerke mit unterschiedlich großen Abteilungen, Stockwerken oder Standorten.

Was ist VLSM?

VLSM (Variable Length Subnet Masking) erlaubt unterschiedlich große Subnetze innerhalb eines gemeinsamen Basisnetzes. Im Gegensatz zum klassischen Classful- oder einfachen CIDR-Splitting (alle Subnetze gleich groß) ordnet VLSM die Subnetze nach Bedarf: Eine Abteilung mit 200 Hosts bekommt ein /24 (254 nutzbar), ein Point-to-Point-Link ein /30 (2 nutzbar).

Der Algorithmus sortiert die Anforderungen absteigend nach Host-Anzahl und allokiert für jede Anforderung das kleinste passende Subnetz. Diese Reihenfolge ist entscheidend: Würde man mit den kleinsten Subnetzen beginnen, könnten die großen Anforderungen später nicht mehr in die verbleibenden Lücken passen.

Beispiel: Basisnetz 10.0.0.0/16 (65 534 nutzbare Adressen) mit Subnetzen für 200, 50 und 20 Hosts ergibt: 10.0.0.0/24 (für 200), 10.0.1.0/26 (für 50), 10.0.1.64/27 (für 20). Die übrigen 10.0.1.128/26 bis 10.0.255.255 bleiben als Reserve ungenutzt.

Wann brauche ich VLSM?

VLSM ist der Standard für moderne IP-Netzwerkplanung. Konkrete Einsatzfälle:

  • Campus-Netze: Verschiedene Fakultäten/Abteilungen mit stark unterschiedlichen Host-Zahlen.
  • WLAN-Controller + APs: Controller bekommt ein /24, jedes AP ein /29 oder /30.
  • Point-to-Point-Links: Router-zu-Router-Verbindungen als /30 zwischen den Standorten, Nutz-Subnetze als /24.
  • DMZ und Server-Farmen: Öffentliche IPs unterschiedlich verteilt auf Mail/Web/App-Server.

Häufige Fragen (FAQ)

Warum werden Subnetze automatisch sortiert?
VLSM allokiert die größten Subnetze zuerst. Würde man mit den kleinen beginnen, könnten große Anforderungen später nicht mehr in die verbleibenden Lücken passen — der Algorithmus würde fehlschlagen oder viel Verschnitt erzeugen. Die Sortierung nach absteigender Host-Anzahl garantiert eine erfolgreiche Allokation, sofern die Gesamtsumme ins Basisnetz passt.
Was passiert, wenn die Subnetze nicht ins Basisnetz passen?
Der Rechner meldet einen Fehler und zeigt an, welches Subnetz nicht mehr hineinpasst. Lösung: Basisnetz vergrößern (kleinere CIDR), Hosts-Anforderungen reduzieren oder Subnetze zusammenlegen.
Welche Host-Anzahl soll ich eingeben?
Die tatsächlich benötigte Anzahl Hosts, nicht die Anzahl der Adressen. Der Rechner rundet automatisch auf die nächstgrößere Zweierpotenz auf. Brauchst du 50 Hosts, tippe 50 — der Rechner wählt /26 (62 nutzbare Adressen).
Kann ich 0 Hosts eingeben?
Ja. 0 Hosts werden als /32 (Einzeladresse) allokiert — sinnvoll für Loopback-Adressen oder einzelne statische Routen.
Wie funktioniert VLSM mathematisch?
Pro Anforderung: benötigte Adressen = Hosts + 2 (Netzwerk + Broadcast). Suche die kleinste Zweierpotenz, die ≥ benötigte Adressen ist → das ist die Subnetzgröße. Der CIDR-Präfix ergibt sich aus 32 - log2(Subnetzgröße). Die Allokation erfolgt dann fortlaufend im Basis-Adressraum.
Was ist der Unterschied zwischen VLSM und FLSM?
FLSM (Fixed Length Subnet Masking) verwendet für alle Subnetze die gleiche Größe — z. B. vier /26 aus einem /24. VLSM erlaubt unterschiedliche Größen, was bei heterogenen Anforderungen deutlich effizienter ist. Heute wird in der Praxis fast nur VLSM genutzt.
Muss ich die Subnetze sortiert eingeben?
Nein. Du kannst sie in beliebiger Reihenfolge eingeben — der Rechner sortiert intern nach absteigender Host-Anzahl und allokiert dann in dieser Reihenfolge. Die Namen (z. B. „Verwaltung", „WLAN") bleiben erhalten.
Wie plane ich ein Firmennetz mit VLSM?
Schritt für Schritt: 1) Anforderungen sammeln (welche Abteilung wie viele Hosts). 2) Größte Anforderung zuerst — Basisnetz muss diese aufnehmen. 3) Mit diesem Rechner hier ein Basisnetz wählen (z. B. 10.0.0.0/16 für ein mittelständisches Netz), Subnetze eingeben, Ergebnis prüfen. 4) Adressen in DHCP- oder DNS-Konfiguration übertragen. Reserve-Lücken (/24-frei) für Wachstum einplanen.